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Verhalten bei Gewitter

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Was tun, wenn's blitzt und donnert?

Das beste Verhalten bei Gewitter ist: dem Gewitter aus dem Weg gehen. Denn eine Gewitterfront, die scheinbar noch sehr weit weg ist, kann schon gefährlich sein. Wenn man zwischen Blitz und Donner weniger als zehn Sekunden zählt, ist das Gewitter so nah, dass ein Blitz in unmittelbarer Nähe einschlagen kann! Und doch ist die Gefahr, bei einem Gewitter vom Blitz getroffen zu werden, nicht allzu groß. Wenn man einige Hinweise beachtet, kann man das Risiko sehr gering halten.

Im Haus ist man in Sicherheit

Am besten ist man in den eigenen vier Wänden aufgehoben, wenn das Haus über ausreichend Blitzschutz verfügt. Sollten Sie Zweifel haben, ist es ratsam, während des Gewitters nicht in Berührung mit von außen ins Haus geführte Leitungen zu kommen, da diese vielleicht nicht ausreichend geerdet sind. Daher sollte man auch auf das Baden oder Duschen lieber verzichten. Auch beim Telefonieren hat es schon Unfälle gegeben, doch sind hier nur die wenigen Haushalte gefährdet, deren Telefonleitung noch oberirdisch ins Haus geführt wird. Auf jeden Fall sollten Sie alle Stecker wertvoller Geräte wie Computer, Fernseher oder Stereoanlage ziehen, da diese zu Schaden kommen können. Das Antennenkabel nicht vergessen!

Und im Freien?

Sollte kein Haus in der Nähe sein, bietet ein Auto ausreichenden Schutz. Die metallene Karosserie wirkt nach dem Prinzip des Faradayschen Käfigs und leitet den Blitz weiter. Doch sollten Sie vorsichtshalber im Auto den Metallrahmen nicht berühren. Sollte auch Ihr Auto nicht in der Nähe sein, versuchen Sie nicht gerade der höchste Punkt in der Landschaft zu sein. Auch sollte man nicht gerade Schutz unter hohen Objekten wie Masten oder Bäumen suchen, denn das kann gefährlich sein.

Ein trügerisches Sprichwort

Kennen Sie diesen Spruch? "Eichen sollst Du weichen, Fichten such mitnichten, Weiden sollst du meiden, aber Linden sollst Du finden und Buchen sollst Du suchen." So oder so ähnlich geistert eine Volksweisheit seit Generationen durch die Köpfe. Doch leider ist bei Gewitter Baum gleich Baum - der Blitz macht keinen Unterschied zwischen Eichen und Buchen. Er sucht sich bevorzugt einzeln stehende Bäume aus, die Art spielt dabei keine Rolle. Das Sprichwort ist wahrscheinlich dadurch entstanden, dass man gerne glaubt was man sieht. Und sehen kann man, dass Eichen häufiger beschädigt sind als Buchen, weil ihre Rinde zerklüfteter ist und sich eher mir Wasser voll saugt. Bei einem Blitzschlag erhitzt sich das Wasser schlagartig, dehnt sich aus und kann den Baum regelrecht sprengen. An der glatten Buchenrinde wird der Blitz ohne sichtbaren Schaden in den Boden geleitet. Doch egal ob Eiche, Linde oder Buche. Wer sehr nah an einem Baum steht oder sogar daran angelehnt ist, auf den kann der Blitz überspringen. Das gilt genauso für Masten, Zäune und nicht blitzgeschützte Unterstände.

Lieber nicht wegrennen

Auch wenn bei einem Gewitter der Blitz einige Meter entfernt einschlägt, kann er noch lebensgefährlich sein. Schuld daran ist die sogenannte Schrittspannung. Schlägt ein Blitz in den Boden ein, breitet sich die Spannung kreisförmig von der Einschlagsstelle aus und verliert dabei an Stärke. Sind die beiden Füße, dadurch dass man gerade einen Schritt macht, weit voneinander entfernt, liegt somit zwischen beiden Füßen ein Spannungsunterschied vor. Und Spannungsunterschied bedeutet: Strom fließt. Also ist Wegrennen nicht die beste Lösung. Wichtig ist es, die Füße eng nebeneinander zu stellen. Will man dringend weg, sollte man sich nach Expertenratschlägen am besten mit Schlussprüngen vom Ort des Gewitters entfernen.


Gefährliche Sportarten

Reiten gehört bei Gewitter zu den gefährlichen Sportarten. Nicht nur, weil man auf einem Pferd in erhöhter Sitzposition ein gutes Ziel abgibt, sondern weil das Pferd eine extrem große Schrittspannung aufweist. Also sollten Sie auch dem Pferd zuliebe besser absteigen und für Ross und Reiter einen sicheren Ort suchen. Die gefährlichste Sportart, zumindest in den USA, ist der Statistik nach Golfspielen. Wer eben noch, den Schläger schwingend, die Runde zu Ende spielen will, kann schnell Opfer eines Blitzes werden: Jeden fünften Blitztoten in den USA erwischt es auf dem Golfplatz.

 

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